Alleine Reisen? Klar doch!

Alleine Reisen? Klar doch!

Dieser Artikel behandelt folgende Themen:

  • Warum ich diese Reise alleine bestreite
  • Meine persönlichen Vor- und Nachteile des alleinigen Reisens

Warum ich diese Reise alleine bestreite

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach zu beantworten:

  1. Weil ich für eine längere Zeit verreisen wollte
  2. Weil aus meinem engsten Freundeskreis Niemand die Zeit dafür hatte

Soll ich nun wegen letzerem die Reise nicht antreten? Bestimmt nicht!
Zudem konnte ich bereits Erfahrungen bezüglich dem “Solo-Travelling” sammeln.
Das Missverständnis des Wortes “alleine”

Wie im Einleitungsartikel bereits erwähnt, wurde ich vor der Reise oft mit den Fragen konfrontiert:

  • Warum reist du alleine?
  • Was machst du denn dann die ganze Zeit, ist doch langweilig?
  • Ist das nicht gefährlich?
  • etc.

Nun klar, wenn man vehement versucht alleine zu sein, dann ist das kein Problem.
War für mich natürlich nie das Ziel.

Nachfolgend meine Antworten auf die oben formulierten Fragen:
Warum reist du alleine?
–> nebst den Gründen im ersten Abschnitt des Artikels sind die Gründe folgende:

  • Ich will Leute aus den jeweiligen Ländern kennenlernen
  • Ich will komplett unabhängig sein und meine eigene Entscheidungen treffen
  • Ich will andere Reisende treffen

Was machst du dann die ganze Zeit, ist doch langweilig?
–> Das exakte Gegenteil ist es. Hostels und Couchsurfing sind optimale Schlafmöglichkeiten bei welchen man bei Reisende aus verschiedenen Ländern kennenlernt resp. Kontakt zu Einheimischen knüpfen kann.

Kleines Beispiel dieser Reise:

  1.  Tag, Meine erste Reisestation war Florianopolis in Brasilien. Im Hostel welches ein Kumpel aus der Schweiz führt, war ich für zwei Wochen zu Hause. Bereits am ersten Tag knüpfte Kontakte ich mit 12 anderen Reisenden welche im Hostel waren.
  2. Tag, Strandtag mit Reisenden aus El Salvador, Australien und Frankreich
  3. Tag, Erkundungsausflug mit Reisenden aus Belgien und Chile
  4. Tag, Ein kleines Workout am See entlang (darf nicht fehlen ^^) mit einem Reisenden aus Dänemark

Die Liste könnte ewig so weiter gehen. Man ist also alles andere als alleine.
Wenn man zudem eher extrovertiert veranlagt ist wie ich, ist es ein leichtes Leute kennenzulernen.
Dasselbe gilt für eher introvertierte Leute. Je nach Hostel ist es schlicht unmöglich keine neuen Kontakte zu knüpfen.
Aktuell bin ich mit einem Auto, zusammen mit einem Belgier welcher ich einen Monat vorher in Floripa kennengelernt habe, in Chile und Argentinien resp.  von Santiago nach Ushuaia unterwegs.
Als er von meinem Vorhaben erfahren hatte, änderte er seine Pläne und traf mich zwei Wochen
später in Santiago erneut. Zum jetzigen Zeitpunkt (Ende April 2016) sind wir bereits 5 Wochen zusammen unterwegs  Richtung Süden.

In Floripa lernte ich zudem drei Chilenen kennen, welche ich in Santiago de Chile wieder traf. Diese offerierten mir Schlafmöglichkeiten, Einladungen zum Essen, Sonntagsbarbecue mit ihren Freunden und sogar eine Einladung zu einer Hochzeit.

Ist das nicht gefährlich?
–> Es ist nicht gefährlich so lange man sich nicht naiv und leichtsinnig verhält.
Wenn mir beispielsweise Einheimische abraten gewisse Ortschaften alleine bei Nacht zu besuchen, dann befolge ich deren Warnung mal lieber.
Bei längeren Busfahrten vermeide ich, so fern es möglich ist, eine Ankunft bei Nacht an einem für mich unbekannten Ort. Nachts in einer Stadt versuche ich zudem immer mit mehreren Leuten unterwegs zu sein.
Zudem habe ich die wichtigsten Dinge immer bei mir. Meinen Tagesrucksack mit allen Wertsachen etc. verlege ich nicht in irgendein Ablagefach, wo er ohne weiteres entwendet werden kann.
Der gesunde Menschenverstand hilft meistens 🙂
Dennoch kann man natürlich Opfer eines Überfalls oder Diebstahls werden. Wenn ich unterwegs bin, rechne ich immer damit, dass mal etwas geschehen kann. Dadurch reagiere ich automatisch vorsichtiger und überlegter.
Es ist relativ einfach das Risiko durch das eigene Verhalten zu minimieren, ganz verhindern lässt es sich nicht.
Zwei Beispiele eines männlichen und weiblichen Reisenden:
Ein Typ welchem ich letzes Jahr begegnet bin, wurde vor 3 Jahren in Südamerika (er war vier Monate dort) 3x überfallen.
Hingegen habe ich in Floripa eine Alleinreisende kennengelernt die aktuell 11 Monate in Südamerika unterwegs ist und nie in eine brenzlige Situation konfrontiert war.

Meine persönlichen Vor- und Nachteile des alleinigen Reisens:

Diese Vor- und Nachteile beziehen sich auf meine bisherigen Erfahrungen.

Vorteile

  • Will man wirklich nicht alleine sein, geht man offener auf andere Personen zu, um Kontakte zu knüpfen
  • Man erlebt Dinge die sich sonst nicht ereignet hätten
  • Man entscheidet selbst was man gerade für wie lange tun möchte –> Unabhängigkeit
  • Man wird öfters durch andere Reisende angesprochen als wenn man in der Gruppe reist

Nachteile

  • Man kann das Erlebte zu Hause mit Niemandem so richtig teilen, so a la “Weisst du noch damals in…”
  • Wenn man in einer abgelegener Region während der Off-Season reist, kann es durchaus vorkommen das man eine Zeit lang “wirklich alleine” ist. Das kann man sich jedoch selbst arrangieren.

Schlussendlich bleibt es natürlich Geschmacksache wie man reist. Etwa 50% der Reisenden die ich treffe sind solo unterwegs. Empfehlen kann ich das alleinige Reisen dementsprechend Jeder und Jedem. 🙂

Florianopolis – Ein Start ins Abenteuer mit zwei Gesichtern

 

4 Comments

  • Nuno

    Hallo Kiran
    Du siehst aus als hättest du seit längerem keine Zivlisation gesehen. Die Haare sind ja mitlerweile so, dass du mit dem Stock auch als Apostel durchgehst. Wenn man Kontakt will mit jemandem dann hilft es meinstens, wenn man gebadet ist und die Haare schön hat. Versuchs mal, vielleicht klappts dann auch mit der Nachbarin! Auf zu neuen Abenteuern altes Haus!
    Gruss Nuno

    26. April 2016 at 12:43
  • jsa

    Hoi kiran. Luege au tag obs nöii fotine het u dini kommentare fähle o 😀si gspannt uf witeri brichte. Mum

    4. May 2016 at 17:07
  • Gabriela Prati

    Hoi kiran schön das es der so guet got. Es isch mega spannend dini brichte z läse. Vergisse grad z hushalte☺schicke ganz liebi grüssli vo allne prati’s

    15. July 2016 at 12:39
    • Kiru Mey
      Kiru Mey

      Hoi Gabi
      Merci, cha würklech nid chlage, aktuell bini no ir cheuti von Chiles Hochland im Norde, wird langsam Zyt nach Ecuador/Kolumbie ts ga wos chli wermer isch 🙂
      Merci fürt Grüess und aune eine zrügg.

      16. July 2016 at 17:24

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